Fünf Jahre Shindōkan


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Am 1. Februar 2003 wurde Shindōkan Chur gegründet. Was klein begann, hat sich im Verlaufe der letzten 5 Jahre stetig entwickelt. Doch nicht die Anzahl Mitglieder stand dabei im Vordergrund, sondern ein hohes Niveau und regelmässiger Trainingsbesuch der Schüler. Doch schauen wir die Entwicklung ein wenig genauer an...

Die Gründung von Shindōkan Chur war eine logische Folge der Entwicklungen in den vorhergehenden Jahren. Damals trainierten wir Kobudō in einer Schule in Chur. Doch leider verschlechterte sich die Trainingsqualität im Laufe der Jahre zusehends und das Engagement des Schulleiters liess immer mehr zu wünschen übrig. Wir fanden im Training nicht mehr das, was wir suchten.
Als Folge davon beschlossen wir, eigene Wege zu gehen und traten per 1. April 2001 aus besagter Schule aus.
Nach unserem Austritt trainierten wir für uns im Dōjō des Jūdō Club Chur und hatten bereits nach kurzer Zeit unsere ersten beiden Schüler. Später bot sich die Möglichkeit, in der Turnhalle Florentini zu trainieren, wo wir mehr Platz hatten. In dieser Zeit bereiteten wir auch die Gründung einer eigenen Kobudōschule vor.
Die Gründung von Shindōkan Chur erfolgte am Samstag, 1. Februar 2003.
In den ersten Jahren versuchten wir, die Mitgliederzahl zu steigern und schrieben dazu verschiedene Kurse aus. Die Resonanz darauf war aber eher bescheiden; Die Mitgliederzahl wuchs nur langsam. Das Kinderkobudō-Projekt stampften wir nach kurzer Zeit mangels Interesse wieder ein.
Irgendwann kamen wir trotzdem mit ca. 12 Schülern an einen Punkt, wo es im Training eher eng wurde, so dass wir über einen Mitgliederstop diskutieren mussten.
Doch leider war von den Schülern bloss etwa die Hälfte wirklich engagiert.
So kamen wir zur Einsicht, dass wir lieber nur wenige, dafür aber engagierte Schüler haben wollen. Wir hatten keine Lust mehr, weiterhin Zeit und Energie in Leute zu verschwenden, welche nur halbherzig dabei waren. Als Folge davon beschlossen wir, vorläufig keine Werbung mehr zu machen und eine Probezeit einzuführen.
Zum jetzigen Zeitpunkt scheint dieser Kurswechsel aufzugehen - wir haben zwar nur noch etwa die Hälfte der Schüler, aber die Qualität hat sich merklich verbessert.
Eines unserer Projekte war die Entwicklung eines Vollkontakt-Systems für das Kobudo, das uns nun auch erlaubt, Kampfanwendungen unter “realistischen” Bedingungen zu trainieren.

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Auch das Prüfungsprogramm war einem stetigen Wandel unterworfen. Unsere Schüler machen zwar in Bezug auf die Graduierung nur langsam Fortschritte, dafür haben sie im internationalen Vergleich ein sehr gutes Niveau.
Auch in Zukunft versuchen wir, die Qualität unserer Trainings noch weiter zu steigern. Dabei haben vor allem Anwendungen eine hohe Priorität - frei nach dem Motto “Kampfkunst hat etwas mit Kampf zu tun und nichts mit Ausdruckstanz”. In diesem Sinne freuen wir uns auf die nächsten fünf Jahre.

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